11. Mai 2026
Johanna Galip ist seit fast zehn Jahren bei den AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL. In dieser Zeit hat sie nicht nur viele unterschiedliche Aufgaben übernommen, sondern sich auch fachlich und persönlich stetig weiterentwickelt. Seit März ist sie als Referentin der Pflegedienstdirektion tätig. Im Gespräch erzählt sie, wie alles angefangen hat, welche Stationen sie besonders geprägt haben und warum sie sich auf das freut, was noch vor ihr liegt.
Wenn Du auf Deine ersten Jahre in den AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN Kassel zurückblickst: Wie hat für Dich alles angefangen?
Angefangen hat alles ganz klassisch im Ambulanz- und Aufnahmezentrum, damals als MFA. Gerade in dieser Zeit habe ich unglaublich viel gelernt, fachlich wie menschlich.
Besonders schön war für mich auch, dass ich während dieser Zeit zusätzlich die Ausbildung zur Angiologieassistentin machen konnte. Das war für mich ein wichtiger Schritt, weil ich gemerkt habe, wie viel Freude es mir macht, mich weiterzuentwickeln und neue Aufgaben-felder für mich zu entdecken.
Du hast Dich auch sehr früh engagiert. Was hat Dich zur Mitarbeitervertretung gebracht?
Ich wollte mich einfach stärker einbringen und Dinge nicht nur aus meiner eigenen Perspektive sehen, sondern für andere mitdenken.
Seit 2018 war ich Mitglied in der MAV, und das war für mich eine sehr intensive und prägende Zeit. Man bekommt dort viele Einblicke, führt Gespräche und lernt, Verantwortung auf eine ganz andere Weise zu übernehmen.
Nach meiner kurzen Elternzeit 2021 ging es direkt spannend weiter. Seit der MAV-Wahl 2022 war ich mit 30 Prozent freigestellt und als stellvertretende Vorsitzende tätig.
Es war nicht immer einfach, unterschiedliche Interessen zusammen-zubringen oder den eigenen Standpunkt klar zu vertreten, aber genau daran wächst man ja.
2024 kam dann noch ein weiterer großer Aufgabenbereich dazu…
Ja - mit der Übernahme der innerbetrieblichen Fort- und Weiterbildung im April 2024 hat sich mein Alltag noch einmal deutlich verändert. Das war schon eine besondere Kombination mit der MAV, weil beide Bereiche viel Aufmerksamkeit, Verantwortung und Organisation verlangt haben. Genau diese Mischung hat die Zeit für mich sehr spannend gemacht.
Gab es einen Moment, in dem Du wusstest: Jetzt möchte ich den nächsten Schritt gehen?
Definitiv. Als die Stelle der Referentin der Pflegedienstleitung ausgeschrieben wurde, war mein erster Gedanke: Das ist meine Stelle. Ich hatte sofort das Gefühl, dass diese Aufgabe zu mir passt. Für mich war das die Chance, noch einmal einen neuen Schritt zu gehen, mehr Verantwortung zu übernehmen und mich in einer Rolle einzubringen, in der ich mich wirklich wiederfinde. Und dann
kam die Zusage…
Ich habe mich riesig gefreut, weil mit dieser Zusage auch ganz viel Bestätigung verbunden war. Man investiert Zeit, Energie und Herzblut in seinen Weg, und wenn sich dann so eine Tür öffnet, ist das etwas ganz Besonderes.
Zum 1. März hast Du die neue Stelle angetreten – und damit endete Deine Zeit in der MAV. War das ein schwieriger Schritt?
Ja, ein Stück weit schon, weil die Zeit in der MAV mich sehr geprägt hat und ich dort viele Erfahrungen sammeln durfte. Gleichzeitig war auch klar, dass der Austritt vor der MAV-Neuwahl der richtige Schritt war. Die deutlich engere Zusammenarbeit mit dem Team der Pflegedienstdirektion und die Rolle als stellvertretende MAV-Vorsitzende hätten sich nicht mehr sinnvoll miteinander vereinbaren lassen.
„Man investiert Zeit, Energie und Herzblut in seinen Weg, und wenn sich dann so eine Tür öffnet, ist das etwas ganz Besonderes.“
Wie sieht Dein Arbeitsalltag als Referentin der Pflegedienstdirektion heute aus?
Aktuell begleite ich vor allem die Pflegedienstdirektion und die Pflegedienstleitungen in ihren täglichen Aufgaben. Dazu gehören etwa die Protokollerstellung, Terminkoordination und organisatorische Themen im Hintergrund. Genau diese unterstützende Arbeit finde ich spannend, weil sie oft dafür sorgt, dass Prozesse gut laufen und Dinge zuverlässig umgesetzt werden.
Was macht die neue Aufgabe für Dich persönlich besonders?
Ich mag vor allem die Mischung. Einerseits ist viel Struktur, Organisation und Abstimmung gefragt, andererseits bietet die Stelle auch Raum, eigene Ideen einzubringen und Themen mitzugestalten. Ich habe das Gefühl, in dieser Aufgabe vieles von dem einsetzen zu können, was ich in den letzten Jahren gelernt habe, und gleichzeitig noch einmal ganz neue Erfahrungen zu sammeln. Ich glaube, dass sich meine eigenen Projekte und Schwerpunkte nach und nach entwickeln werden.
Wenn Du auf die kommenden Jahre schaust – worauf freust Du Dich am meisten?
Vor allem darauf, weiter dazuzulernen und meinen Platz in dieser neuen Rolle immer weiter auszufüllen. Nach knapp zehn Jahren im Unternehmen fühlt es sich schön an, zu wissen, dass der Weg noch lange nicht zu Ende ist, sondern gerade wieder ein neuer, spannender Abschnitt beginnt.